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Mittwoch 8 Oktober 2003

Kunstflug wird "erlaubter"
Negativ nichts Negatives mehr !
Änderung der Flugbetriebsordnung

   
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Fast pünktlich zum Erscheinen des GLEITSCHIRM-Spezial "Akrofliegen" in Heft 11/2003 (Am Kiosk ab 16.Oktober) tut sich was im legalen Luftraum : Das Luftfahrt-Bundesamt hat der vom DHV vorgeschlagenen Änderung der Kunstflug- Definition in der Flugbetriebsordnung zugestimmt. Damit gehört eine Negativanströmung des Flügels nicht mehr in den Bereich des Kunstflugs - und ist somit "legal".

Bis jetzt wurden alle Flugfiguren, bei denen eine Neigung von mehr als 90 Grad um die Längs- oder Querachse auftritt oder eine negative Flügelanströmung stattfindet, als Kunstflug angesehen - und waren damit verboten. Das hieß beispielsweise : Kein Stall, kein Helikopter, keine Vrille - wegen negativer Flügelanströmung. Auch ein SAT gehörte wegen der möglichen Negativanströmung dazu. Selbst überzogene Wingover zählen zum Kunstflug : 90 Grad sind schnell erreicht.

Ziffer 6 der FBO wurde nun nach Mitteilung des DHV abgeändert und lautet wie folgt : "Flugzustände mit einer Neigung von mehr als 90 Grad um die Quer- oder Längsachse sind Kunstflug". Gestrichen wurde die "gegenläufige Flügelanströmung".

Dies hat insbesondere einen Einfluß auf die legale Durchführung von Sicherheitstrainings durch Flugschulen. Im Geltungsbereich des deutschen Luftverkehrsgesetzes war die bisherige Kunstflugdefinition einem Trainieren von Stalls und Trudeln in Sicherheitstrainings entgegengestanden. Diese Manöver sind nun "legal", sie verstoßen nicht mehr gegen das Kunstflugverbot der Luftverkehrsordnung.

"Entscheidend", so das LBA in seinen Schreiben an den DHV, sei aber ein "umsichtiger Umgang mit der Problematik Sicherheitstraining". Es ist vom DHV sicherzustellen, dass diese nur in

- vom Fachverband anerkannten Flugschulen unter Vorlage von Trainingsplänen stattfinden,
- die Trainingsinhalte in Abhängigkeit vom Erfahrungs- und Trainingsstand des Piloten vermittelt werden,
- und daß die Sicherheitstrainings ausschließlich über Wasser stattfinden.

Dazu der DHV :" Diese Ausführungen der Rechts- und Fachaufsicht entsprechen der bisherigen Praxis des DHV, nur besonders qualifizierte Flugschulen mit der Durchführung von Sicherheitstrainings zu betrauen. Diese "DHV-anerkannten Sicherheitstraining" müssen über besonders qualifiziertes Personal verfügen und einen hohen Sicherheitsstandard in einem Qualitätsmanagement- Handbuch dokumentieren. Ein Audit während eines Trainings durch einen Beauftragten des DHV schließt die Zertifizierung zum DHV-anerkannten Sicherheitstraining ab."

Damit können nun die Flugschulen beim Sicherheitstraining mit höchstem Segen tun, was sie eigentlich auch vorher schon taten : Dem Piloten durch gezieltes Training im gesicherten Milieu über Wasser die Möglichkeit zu geben, negative Anströmungen wie den Stall und Trudelansätze zu erfliegen - um es im "richtigen" Fliegerleben erst gar nicht so weit kommen zu lassen.

Hoffen wir nur, daß die damit einhergehende "Legalisierung" einiger Manöver aus dem Akrobereich nun nicht dazu führt, daß sich eine wachsende Zahl von Piloten unkontrolliert vom Himmel SATtet.

Denn die Gefahren solcher Manöver sind weitaus größer, als allgemein angenommen. Ein Beispiel : gerade „einfache" Schirme der Klasse 1 oder 1-2 können sich bei Akromanövern als besonders gefährlich erweisen. Denn gerade solche Schirme bergen aufgrund ihrer Klappstabilität und Kompaktheit beispielsweise eine höhere Gefahr der stabilen Steilspirale, wenn gewisse Grenzen überschritten wurden. In GLEITSCHIRM 11/2003 äußert sich dazu auch der Konstrukteur und Akropilot Michael Nesler : "Akrofliegen auf einem Intermediate oder gar DHV 1er zu erlernen ist entgegen der öffentlichen Meinung nachweisbar sehr viel gefährlicher als mit Hochleistern. Es fehlt ihnen nicht nur die nötige Dynamik für Loops und Tumblings, sondern durch die langen Steuerwege ist jedes Eingreifen verzögert und zum Teil völlig ineffizient."

Der erste tödliche Akro-Unfall in der deutschen Pilotenszene ist so auch auf die mißlungene Ausleitung eines SAT unter einem Einsteigergerät zurückzuführen.

Die deutsche Luftaufsicht sieht künftig "Negative" Anströmungen nicht mehr als etwas Illegales an - für eigenverantwortliche Piloten sollte das aber kein Freibrief für unüberlegte Experimente sein ...

Mehr zum Thema Kunstflug lesen Sie im GLEITSCHIRM-Spezial "Akro-Flüge". Aus dem Inhaltsverzeichnis :

Kunstflug – Akrobatischer Spagat zwischen Gut und Böse
Akrofliegen ist nicht neu. Doch die Akropiloten fliegen immer noch durch eine rechtliche Grauzone, und der Wettkampf ist nur ansatzweise organisiert.

Akro-Fliegen – die Technik
Akropiloten bringen ihre Geräte an den Rand der Belastungsgrenzen, und die Aerodynamik der Kappe schlägt Kapriolen ...

Downplane –Sturzflug mit dem Gleitschirm
Der Downplane ist ein beliebtes Manöver bei Flugvorführungen – zwei Gleitschirmpiloten rasen gemeinsam in Scherenstellung auf den Erdboden zu ...

Akronalin – der Kick beim Kunstflug
Der Gleitschirm-Kunstflug belastet den Pilotenkörper stärker als gedacht – eine exlusive Studie hat dies erstmals wissenschaftlich bewiesen.

Organya – Rauf ohne Runter
Der "magische Berg" in den spanischen Pyrenäen bietet oft unglaubliche Bedingungen : sanfte Aufzüge bis in die Nacht. Genauso ideal für Akropiloten wie für Genußflieger ...

Erscheinungstag 16.10.2003

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(c) THERMIK-VERLAG, Stelzhamerstr. 18, A-4600 Wels
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Herausgeber: Mag. Norbert Aprissnig
Webmaster und Online-Redaktion: Sascha Burkhardt
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